Thomas Greminger
«Die Stärkung der Armee und ein umfassendes Hilfspaket für die Ukraine sind nötig. Dies soll und darf jedoch nicht auf Kosten anderer Regionen geschehen. Dies betrifft insbesondere auch den sicherheitspolitisch relevanten globalen Süden. Konflikte, die dort unkontrolliert entstehen, sowie fallierende Staatswesen haben Auswirkungen auf unsere eigene Sicherheit und Entwicklung – viele merken das spätestens dann, wenn die nächste Flüchtlings- und Migrantenwelle anrollt.»
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Toni Frisch
«Wir brauchen eine starke, kriegstüchtige Armee. Die Erhöhung des Armeebudgets ist unbedingt notwendig und dringend. Unsere Armee muss interoperabel sein und mit den Nachbarn sowie der NATO zusammenarbeiten können. Wenn wir jedoch zu diesem Zweck einfach das Budget der Entwicklungszusammenarbeit plündern, handeln wir kurzsichtig und schaden uns längerfristig selber. Es muss noch andere Wege geben um die Armee zu finanzieren. Die Politik ist gefordert.»
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Allianz für eine ganzheitliche Sicherheitspolitik*

* Der Schutz der Handlungsfähigkeit, der Selbstbestimmung und der Integrität der Schweiz und ihrer Bevölkerung sowie ihrer Lebensgrundlagen gegen direkte und indirekte Bedrohungen und Gefahren sowie der Beitrag zu Stabilität und Frieden jenseits unserer Grenzen.

Unsere Allianz verfolgt als Zielsetzung eine ganzheitliche Schweizer Sicherheitspolitik und die Anerkennung einer aktiven und langfristigen Entwicklungszusammenarbeit als Teil derselben. Wir setzen uns für die Sicherung der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz ein ganz besonders in der aktuellen geopolitischen Lage. Die Armee auf Kosten der Entwicklungszusammenarbeit zu stärken, ist wie die Feuerwehr gegen Brandschutzmassnahmen auszuspielen. Ebenso darf die dringend nötige Hilfe für die Ukraine nicht auf Kosten der bisherigen internationalen Zusammenarbeit erfolgen. Wir setzen uns für den aktuellen Umfang der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz ein und lehnen Kürzungen des IZA-Budgets ab, weil dies den Interessen und der langfristigen Sicherheit der Schweiz zuwiderlaufen würde.

Unsere Haltung

Die Schweiz ist als international ausgerichtete Volkswirtschaft auf stabile Beziehungen mit anderen Staaten angewiesen. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage gilt dies insbesondere für fragile Staaten, deren Probleme weltweite Auswirkungen haben. Darum treten wir für eine langfristige und systematische internationale Zusammenarbeit der Schweiz ein.

Die Schweiz hat mit ihrem Einsitz in den UNO-Sicherheitsrat 2023/2024 beschlossen, Verantwortung für die globale kollektive Sicherheit zu übernehmen. Dieser Entscheid soll auch im internationalen Engagement Ausdruck finden.

Ein starkes Engagement in der internationalen Zusammenarbeit steht in der humanitären Tradition der Schweiz und bietet Handlungsspielraum, wo militärische Instrumente wegen der Neutralität nicht zum Tragen kommen können.

Unser Anspruch

Wir sind Experten und Expertinnen im Bereich der Sicherheitspolitik mit Erfahrungen in der Armee, im VBS, in der Diplomatie und in der wissenschaftlichen Erforschung im Bereich der ganzheitlichen Sicherheitspolitik.

Wir treten mit dem Anspruch an, ein in Sachen Sicherheitspolitik breit abgestützter und glaubwürdiger Absender zu sein, der einen massgeblichen Beitrag zur Diskussion um den Ressourceneinsatz in diesem Bereich leistet.

Wir sind ein überparteiliches Komitee und vertreten unsere Interessen gesamtschweizerisch unabhängig von Partikularinteressen.

Unsere Überzeugung

Wir

  • respektieren und unterstützen das gestiegene Bewusstsein für die militärische Sicherheit der Schweiz. Sicherheitspolitik muss aber gesamtheitlich gedacht werden.
  • sind überzeugt, dass Entwicklungspolitik nachhaltige Sicherheitspolitik ist. Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz muss Frieden und Sicherheit fördern, bevor Krisen entstehen.
  • setzen uns dafür ein, dass die Beiträge für die internationale Zusammenarbeit für die Jahre 2025-2028 inflationsbereinigt gleich bleiben wie in den Vorjahren.
  • lehnen die Ukrainehilfe auf Kosten der Entwicklungszusammenarbeit und jegliche Kürzungen als Gegenfinanzierung für steigende Ausgaben in anderen Bereichen ab.
  • unterstützen die Fortsetzung der Ziele, Schwerpunkte und geografische Fokussierung der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz.
  • bringen uns aktiv in die Diskussion um die finanziellen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit ein.

Toni Frisch

Alt Botschafter. Bis 2011 Stellvertretender Direktor der DEZA und Leiter der Humanitären Hilfe sowie des SKH. Anschliessend während zehn Jahren durch das EDA mandatiert für verschiedene Aufgaben bei der UNO und der OSZE. Oberst a D.

Urs Gerber

Chairman of the Board of Directors des Centers for Asia Pacific Strategy CAPS, Präsident des Stiftungsrats Historisches Armeematerial HAM, zudem Senior Mentor des Annual Senior Officer’s Seminar ASOS am GCSP in Genf. Vormals Chef der Schweizer Delegation an der Neutral Nations Supervisory Commission NNSC in Panmunjom/Korea, davor stv Leiter Internationale Beziehungen im VBS.

Thomas Greminger

Direktor des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik (GCSP), Diplomat, 2017-2020 OSZE-Generalsekretär, Generalstabsoffizier der Schweizer Armee (Oberstleutnant).

Julia-Silvana Hofstetter

President Women In International Security (WIIS) Switzerland

Claudia Hollenstein

Vize-Präsidentin Forum Sicherheit Schweiz, Kantonsrätin Zürich

Lucrezia Meier-Schatz

Präsidentin des Stiftungsforums Fastenaktion, Mitglied Justitia et Pax, 1999-2015 Nationalrätin CVP

Philippe Welti

Mitgründer «Share-an-Ambassador» / «Geopolitik von Experten», Diplomat, 1998-2004 Politischer Direktor VBS.

Daniel Woker

Mitgründer «Share-an-Ambassador», ehem. Lehrbeauftragter Uni St. Gallen, Diplomat, erster Direktor des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik (GCSP).

Kontakt

Allianz für eine ganzheitliche Sicherheitspolitik
c/o Farner Consulting
Amthausgasse 5
3011 Bern
E-Mail: sipol@iza.ch